Familieninterne oder Einflüsse von außen (arbeitsbedingte, gesellschaftliche, soziale etc.) lassen Familiensysteme, die sich in chronischen Belastungssituationen befinden, schnell in bedrohliche Krisensituationen geraten. Oft sind diese Familien mit dieser Krisensituation überfordert und nicht mehr in der Lage, mit den eigenen Ressourcen Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Zielgruppe

Familien und Alleinerziehende, die sich in temporären, bedrohlichen Krisensituationen befinden.

Ziel

  • Die Familie verfügt wieder über systemeigene Möglichkeiten das familiäre Gleichgewicht herzustellen und ohne weitere Unterstützung aufrechtzuerhalten.
  • Die Familie hat die akute Bedrohung bewältigt, bedarf jedoch weiterer Unterstützungsmaßnahmen um ihr Gleichgewicht dauerhaft zu stabilisieren.
  • Die Familie verfügt nicht über eigene Ressourcen die Krise dauerhaft zu bewältigen und bedarf struktureller Veränderungen in Form von Heraus - bzw. Inobhutnahme von gefährdeten Kindern oder Jugendlichen.

Arbeitsweise

  • Kurzfristiger, aufsuchender Einsatz einer geeigneten Fachkraft.
  • Fokussierung auf das Familiensystem.
  • Problemdefinition und Beschreibung aus Sicht aller Beteiligten (familieninterne und familienexterne Beteiligte)
  • Ggf. sofortige Schutzmaßnahmen einleiten
  • Familieninterne Ressourcenermittlung und Überprüfung auf ihre Funktionalität zur Lösung der Krise (Clearing)
  • Netzwerkinterne Ressourcenermittlung
  • Begleitung der Familie bei ihren Lösungsversuchen und kontinuierliche Überprüfung der eventuellen Gefährdungssituation
  • Enge Kooperation mit dem Jugendhilfeträger und ggf. beteiligten Fachkräften
  • Intensive Begleitung der Fachkraft durch die Fachberatung des Trägers und ggf. Supervision
  • Dokumentation

Umfang

  • vier bis sechs Wochen
  • 40 -60 Fachleistungsstunden

 

Die Beauftragung der Leistung erfolgt durch das zuständige Jugendamt.