In der aufsuchenden Systemischen Familientherapie werden Probleme nicht als Eigenschaften einzelner Personen gesehen. Probleme sind Ausdruck der aktuellen Kommunikations- und Beziehungsbedingungen in einem System z.B. der Familie. Symptome erscheinen daher als nützlich, da sie auf Störungen der Entwicklungsmöglichkeiten hinweisen.

Systemische Beratung: bezieht sich auf (die) Grundlagen der Systemtheorie und erklärt das Verhalten der Menschen nicht isoliert aus deren inneren Eigenschaften heraus, sondern auch  aus ihren Beziehungen untereinander und zu ihrer Systemumwelt.

Systemische Therapie: zielt auf die Erweiterung der Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten von Menschen. Sie achtet auf den Lebenskontext, auf Ressourcen und Autonomie der Klienten und auf eine wertschätzende Haltung dem Klienten gegenüber.
Die Lösung steht im Fokus und nicht das Problem!

Ziel

  • Störende Beziehungsverhältnisse erkennen und Lösungsansätze finden
  • Rollen der Funktionsmitglieder und die damit verbundene Verantwortung klären (angemessene Hierarchien)
  • Kommunikationsmuster erkennen und hilfreich verändern
  • Finden und stärken von individuellen Ressourcen
  • Verminderung des Konfliktpotentials und Veränderung des Konfliktlösungsverhaltens
  • Stärkung elterlicher Präsenz als Fundament eines verlässlichen Bezugssystems für die Kinder

Zielgruppen

  • Familiensysteme, Teilsysteme, Patchworkfamilien, bei denen die innere Kommunikation, Kontakt und Umgang miteinander, angemessenes Rollenverhalten, die Übernahme von Aufgaben und Funktionen und das Zurechtkommen mit außerfamiliären Systemen gestärkt und verbessert werden sollen.
  • Familien, die durch klassische Angebote von Beratungsstellen nicht erreicht werden können.

IpD-Therapeuten

Systemische Therapeuten sehen sich nicht als Experten, die Diagnosen stellen und Lösungen vorgeben. Sie zeigen sich unparteilich und unterstützen Familien oder Einzelne dabei befriedigende Muster des Zusammenlebens zu entwickeln.

Indikationen

  • Familien mit Erziehungsschwierigkeiten
  • Familien in Trennungs- und Scheidungsprozessen
  • Generationsübergreifende, bindungsbelastende Familienthemen
  • Familiensysteme mit starren und/ oder problematischen Regeln und Grenzen in den Beziehungsstrukturen
  • Familiensysteme mit Suchtproblematiken
  • In Vor-oder Nachbereitung der Rückführung, fremduntergebrachter Kinder u. Jugendlicher.