Mit Menschen für Menschen

Projektbeispiel

Mangel an Pflegestellen im Kreis Wermelskirchen

Ausgangssituation JA Wermelskirchen

Aus den unterschiedlichsten Gründen können Kinder und Jugendliche nicht bei ihren eigenen Eltern aufwachsen. Kinder deren Wohl im leiblichen Elternhaus nicht mehr gewährleistet ist, werden zu Pflegekinder. In der Region Wermelskirchen besteht ein akuter Mangel an qualifizierten Pflegestellen.

Aufgabenstellung an den IpD

Im Auftrag des zuständigen Jugendamtes akquiriert, bereitet und begleitet der IpD ausgewählte Pflegeeltern durch Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen auf die Aufnahme eines Pflegekindes vor.

Die Mitarbeiter des IpD kooperieren eng mit dem fallführenden Jugendamt zusammen. Der Übergang zur Belegung wird gemeinsam (JA und IpD) gestaltet. Das Jugendamt bleibt weiterhin der Hauptverantwortliche im Gesamtprozess.

Zielvorgaben für einen Zeitraum von zwei Jahren

  • Akquise von ca. 15 Pflegestellen
  • Schulung und Überprüfung der Pflegestellenanwärter
  • Schulung der bestehenden Pflegestellen
  • Zusatzmaßnahme: Überprüfung von Verwandtschafts- und Bekanntschaftspflegen

Maßnahmen des IpD

Nach individueller Konzepterstellung des IpD und Fixierung der gemeinsamen Rahmenbedingungen wurde ein Expertenteam von 2 IpD-Mitarbeitern zusammengestellt.

Auf Grund von umfangreichen Werbemaßnahmen wie Schaltung eines Radiospots, Beteiligung an JA-Kampagnen, Verteilung von Flyern und Anbringung von Werbeplakaten bis hin zur Anzeigenschaltung, Organisation von Informationsabenden sowie Teilnahme an den unterschiedlichsten lokalen Festen konnte das qualifizierte IpD-Team 40 potenzielle Pflegestellen akquirieren.

Davon sind 15 Pflegestellen inkl. Verwandtschafts- und Bekanntschaftspflegestellen zu weiterführenden qualifizierten Schulungen zugelassen worden.

Von diesen 15 Pflegestellen sind z.B. zwei Pflegefamilien mit jeweils drei Kindern belegt sowie drei Bekanntschaftspflegefamilien mit vier Kindern belegt.

Schulungen und Qualitätssicherung

Nach Absolvierung der gesamten acht Schulungsmodule, Einzelgesprächen, sowie Hausbesuche bekommen die Pflegeeltern ein Zertifikat zur Aufnahme eines Kindes ausgehändigt. Die weitere Begleitung übernimmt nach Belegung das Jugendamt selbst. Die Methodenvielfalt hat dazu geführt, dass die Teilnehmer immer wieder gerne zu den Schulungen gekommen sind und sich lebhaft beteiligt haben. Die Ausrichtung der Module ist immer wieder auf Vollständigkeit und den Bedarfen der zu Schulenden überprüft worden. Um die Wissensvermittlung zu stützen und für die Zukunft nachvollziehbar zu machen, haben wir eine Mappe mit den Inhalten der Module an die zukünftigen Pflegepersonen weitergegeben.